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F5 Crypto Recap - April 2022

F5 Crypto Recap – April 2022

Ihre übersichtliche Marktzusammenfassung des Vormonats

Bitcoin konsolidiert

Im April hat sich gezeigt, dass der Krypto-Markt nach starken Kurssprüngen im Vormonat eine Pause einlegt. Die makroökonomische Lage rund um den Ukraine-Russland-Konflikt und besonders das vom Markt erwartete Öl-Embargo gegen Russland haben weltweit zu Abverkäufen geführt.
Dies zeigt sich besonders an der Entwicklung der Technologiebörse Nasdaq, die im April mit über 13% Kursverlust den schlechtesten Monat seit Oktober 2008 verzeichnet.
Gleichzeitig ist die Korrelation zwischen Bitcoin und Nasdaq auf 0,79 gestiegen, während sie in den letzten beiden Wochen im März noch bei 0,44 lag.

Bitcoin hat den Monat mit einem Close-Price von 37.715 US-Dollar ( 17,2%) und Ether mit 2.730 US-Dollar ( 16,8%) abgeschlossen. Es ist zu erwarten, dass der aktuelle Konflikt in Europa und die wirtschaftliche Lage auf der Welt, u. a. durch den Corona-Lockdown in China, den Kursverlauf etwaiger Anlageklassen kurzfristig und stark beeinflussen kann.
Nichtsdestotrotz sind wir mittel- und langfristig bullish auf den Krypto-Markt.

Bitcoin konsolidiert, aber der Siegeszug ist nicht aufzuhalten.

F5 Crypto Index Performance

Stand Monatsbeginn
9.343,5 Punkte
Stand Monatsende
7.062,4 Punkte
Monatsperformance
-24,41%

Thema des Monats: Können sich Kryptowährungen als Zahlungsmittel etablieren?

Greshams Theorie

Im Jahre 1558 versucht Sir Thomas Gresham, Finanzbeauftragter von Queen Elizabeth I, den desaströsen Zustand Englands Münzsystems zu erklären. Dabei beruft er sich auf eine Beobachtung, die schon seit dem Mittelalter kursiert.

Gute und schlechte Münzen können nicht gemeinsam zirkulieren.

In anderen Worten formuliert:

Schlechtes Geld verdrängt gutes Geld
Schlechtes Geld verdrängt gutes Geld.
Quelle: Eigene Darstellung

Bevor sich tiefer mit dem Thema befasst werden kann, muss zuerst definiert werden, was gutes und was schlechtes Geld ausmacht:

Gutes Geld: Geld, welches unter seinem intrinsischen Wert gehandelt wird. Dies bezieht sich vor allem auf aus Edelmetallen geprägte Münzen. Diese können bei steigenden Edelmetallpreisen einen höheren Materialwert als Nominalwert erreichen.

Schlechtes Geld: Geld, welches über seinem intrinsischen Wert gehandelt wird.

Warum verdrängt schlechtes Geld gutes Geld vom Markt?

Bevor sich Papiergeld als gesetzliches Zahlungsmittel etabliert hat, war der Transfer von Vermögenswerten geprägt durch aus Edelmetallen gepresste Münzen. Diese hatten den Vorteil, dass der nominale Wert der Münzen durch das verwendete Edelmetall besichert war. Ein elementarer Faktor in einer Zeit, in der es keine Zentralbanken gab, die den Wert von Papiergeld garantierten.

Verringert ein Herrscher die Zusammensetzung der Edelmetalle in einer Münze, so führt dies dazu, dass sich Münzen mit unterschiedlichen Materialwerten im Umlauf befinden. Obwohl beide Arten von Münzen den gleichen Nominalwert besitzen, divergiert ihr intrinsischer Materialwert.

Ökonomisch rational handelnde Individuen werden nun versuchen, die Münzen mit höheren Materialwert zu halten (sparen) und Münzen mit niedrigerem Materialwert gegen erstere zu tauschen. Im Endeffekt führt dies dazu, dass gutes Geld vom Markt verdrängt wird und sich schlechtes Geld als das bevorzugte Zahlungsmittel etabliert.

In Zeiten von hoher Inflation kann es geschehen, dass der Materialwert den Nominalwert einer Münze überschreitet. Ist dies der Fall, passiert es oft, dass diese Münzen eingeschmolzen werden, um die enthaltenen Edelmetalle zu gewinnen.

Was bedeutet Greshams Theorie für Kryptowährungen?

Zuerst ist die Frage zu stellen, ob Kryptowährungen als gutes oder schlechtes Geld kategorisiert werden können.

Krypto-Investoren sollten zu dem Entschluss kommen, dass es sich bei Kryptowährungen um gutes Geld handelt. Geld, das unter seinem intrinsischen Wert gehandelt wird. Wäre dies nicht der Fall, würde ein Long-Investment in Kryptowährungen wenig Sinn ergeben.

Für volatile Kryptowährungen bedeutet dies im Hinblick auf Greshams Theorie, dass diese sich nicht als vorrangiges Zahlungsmittel etablieren können, da sie immer von schlechtem Geld, „Fiat“ Geld, verdrängt werden würden.

Sorry Bitcoiner, sorry El Salvador, sorry Zentralafrikanische Republik.

Greshams Theorie bei Papiergeld

Interessanterweise funktioniert Greshams Theorie bei Papierwährungen genau umgekehrt.

Gutes Geld verdrängt schlechtes Geld
Gutes Geld verdrängt schlechtes Geld.
Quelle: Eigene Darstellung

Mit den Definitionen:

Gutes Geld: Währungen, die stabil ihren Wert halten

Schlechtes Geld: Volatile Währungen

Auch in dieser Auslegung von Greshams Theorie zeichnet sich ab, dass sich volatile Kryptowährungen schlecht als Zahlungsmittel eignen. Kryptowährungen, die jedoch an den Wert von Fiat Geld gekoppelt werden, entfallen der Definition von schlechtem Geld.

Fazit

Wenn Greshams Theorie zutrifft, bedeutet dies, dass sich Währungen wie Bitcoin oder Ripple nicht als gängiges Zahlungsmittel, sondern als Wertespeicher etablieren werden. Eine gute Neuigkeit für Investoren des F5 Crypto Fonds 1!

Es gibt jedoch auch Hoffnung für die Etablierung von Kryptowährungen als gängiges Zahlungsmittel. Stablecoins besitzen nur geringe Volatilität, werden für ihren intrinsischem Wert gehandelt und können sich somit nach Greshams Theorie durchsetzen.

F5 Erklärt – Wie unterscheiden sich Soft / Hard Fork?

Es wird von einem Fork gesprochen, wenn eine neue Version durch eine Abspaltung vom ursprünglichen Quellcode vorliegt, die in der Regel Protokolländerungen mit sich bringt. Im Hinblick auf Kryptowährungen kommen oftmals Forks vor, wenn sich eine Blockchain spaltet. Hierbei gibt es eine Unterteilung in Soft Forks und Hard Forks.

Bei einem Soft Fork liegt eine Abwärtskompatibilität vor, d. h. die abgespaltene Version und ältere Versionen der Blockchain können weiterhin miteinander kommunizieren. So können Transaktionen weiterhin verarbeitet werden.

Bei einem Hard Fork ist der Grad der Protokolländerungen so hoch, dass ältere Softwareversionen aktualisiert werden müssen, um weiterhin Transaktionen auf derselben Blockchain verarbeiten zu können. Folglich liegt bei einem Hard Fork keine Abwärtskompatibilität vor. In den meisten Fällen entsteht eine neue und unabhängige Blockchain, die den Änderungen der ursprünglichen Blockchain nicht mehr folgt. So ist Bitcoin Cash das Ergebnis eines Hard Forks von Bitcoin.

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Dieser Report wurde konzipiert von unseren Experten und .
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